{"id":2649,"date":"2017-10-23T10:49:07","date_gmt":"2017-10-23T08:49:07","guid":{"rendered":"\/\/www.villaalme.it\/das-jahr-1100-v-chr\/"},"modified":"2017-12-15T12:15:03","modified_gmt":"2017-12-15T11:15:03","slug":"das-jahr-1100-v-chr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.villaalme.it\/de\/das-jahr-1100-v-chr\/","title":{"rendered":"Das Jahr 1100 v. Chr."},"content":{"rendered":"<p>Die weite Ebene, die mit dichten Eichen-, Buchen-, Pappel-, Ulmen- und Stieleichenw\u00e4ldern bewachsen war, erstreckte sich, soweit das Auge reicht, vom Osten bis hin zum Westen, w\u00e4hrend sie im Norden schon bald auf die ersten gr\u00fcnen Anh\u00f6hen stie\u00df, die, weiter entfernt, h\u00f6here Gipfel erahnen lie\u00dfen. Im S\u00fcden k\u00fcndigte die klarere und hellere Luft hingegen das Meer an, in das die Piave, die Livenza, der Rasego, der Monticano, die vielen Wasserl\u00e4ufe, die die Region durchfurchten, m\u00fcndeten.<\/p>\n<p>Hier lebten seit etwa 7000 v. Chr. die Euganeer, ein Nomadenstamm, die sich Jahrtausende fr\u00fcher bei seiner Ankunft aus Mitteleuropa auf der Flucht vor der bei\u00dfenden K\u00e4lte der gro\u00dfen Eiszeit auf den nahegelegenen Bergen niedergelassen hatte.<\/p>\n<p>Erst mit der sp\u00e4teren Verbesserung des Klimas als die Ebene sich nach und nach von einer trostlosen, vereisten Tundra zu einer immer gastlicheren Umgebung verwandelte, kamen sie in die T\u00e4ler herab, um dauerhafte Ansiedlungen zu gr\u00fcnden und die ersten Formen von Landwirtschaft zu betreiben.<\/p>\n<p>Um das Jahr 1100 v. Chr. kam allerdings von den Ufern der Adria eine neue Zivilisation in diese Gegend. Es waren die Veneter, oder die Heneter aus Paphlagonien, wie sie Homer nannte, die, nachdem sie Troja gegen den griechischen Angriff verteidigt hatten, nach der Flucht aus der zerst\u00f6rten Stadt auf der Suche nach einem besseren Schicksal unter der F\u00fchrung des Helden Antenor hier her gekommen waren. Die Veneter waren ein Volk mit einer eigenen Sprache und einer eigenen Religion, mit gefestigten gesellschaftlichen Strukturen und baulichen und k\u00fcnstlerischen F\u00e4higkeiten. Sie lebten in H\u00fctten oder Pfahlbauten, die allesamt Fu\u00dfb\u00f6den aus gebranntem Lehm, Holzw\u00e4nde und D\u00e4cher aus Stroh und Lehm und, oft, eine schattige Pergola aus wildem Wein gegen die sengenden Strahlen der sommerlichen Sonne besa\u00dfen. Sie z\u00fcchteten nicht nur herrliche Pferde, die f\u00fcr ihr wei\u00dfes Fell, ihre Schnelligkeit, ihre St\u00e4rke, ihre Ausdauer und ihren stolzen Gang ber\u00fchmt waren, sondern auch Rinder, Schweine und Schafe. Sie bauten Weizen, Gerste, Hirse und Weinst\u00f6cke, aus denen sie einen dunklen, herben, starken Wein gewannen, an.<\/p>\n<p>Sie waren auch geschickte J\u00e4ger. Die Natur war fruchtbar: Aus den W\u00e4ldern, in denen es vor Hirschen, Rehen, Wildschweinen, Wildziegen, Wildenten und Hasen nur so wimmelte, gewannen sie nicht nur das Fleisch, sondern auch die Kleidung, Felle und Werkzeuge, w\u00e4hrend sie in den vielen Wasserl\u00e4ufen, Weihern und S\u00fcmpfen nach jeder Art von Fischen fischten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die weite Ebene, die mit dichten Eichen-, Buchen-, Pappel-, Ulmen- und Stieleichenw\u00e4ldern bewachsen war, erstreckte sich, soweit das Auge reicht, vom Osten bis hin zum Westen, w\u00e4hrend sie im Norden schon bald auf die ersten gr\u00fcnen Anh\u00f6hen stie\u00df, die, weiter entfernt, h\u00f6here Gipfel erahnen lie\u00dfen. Im S\u00fcden k\u00fcndigte die klarere und hellere Luft hingegen das [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2952,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[36],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.villaalme.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2649"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.villaalme.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.villaalme.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.villaalme.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.villaalme.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2649"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.villaalme.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2649\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.villaalme.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2952"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.villaalme.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.villaalme.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.villaalme.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}